Seltener hochfeiner Schiffschronometer, Nr. 9056

Victor Kullberg London, Maker of the Admirality ca. 1896

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GEHÄUSE, zweistöckiges verglastes Mahagonigehäuse mit Nummernkartusche und seitlichen Messingtragbügeln.

WERK, Kardanisch montiertes Chronometerwerk mit Antrieb über Federhaus, Kette und Schnecke. Polierte Stahlschrauben.

Chronometerhemmung, Chronometerunruh mit 2 Gewichten,

6 Schrauben sowie freischwingender zylindrischer Spirale.

Kloben mit chatoniertem Diamant-Deckstein.

ZIFFERBLATT, originales, versilbertes Zifferblatt mit Gangreserveanzeige für 56 Stunden bei “XII“ und kleine Sekunde bei “VI“, römischen Ziffern und gebläuten Stahlzeigern.

 

Sammlerstück im Originalzustand. Kullberg-Chronometer besaßen schon zu Lebzeiten des berühmten Chronometermachers einen legendären Ruf und zählten zum Allerfeinsten.

 

 

Viktor Kullberg wurde 1824 in Visby auf der schwedischen Insel Gotland geboren. Ab 1840 ging er bei einem Chronometer-Hersteller in die Lehre,
und arbeitete nach Abschluss seiner Ausbildung für Louis Urban Jürgensen
 in Kopenhagen. 1851 ging Kullberg aus Anlass der Weltausstellung nach
London; er blieb im Anschluss daran in England und arbeitete als Hersteller von Marine- und Taschenchronometern, für die er etliche Neuerungen entwickelte. Für seine qualitativ hochwertigen Werke und die Leistungsfähigkeit seiner
neuen Hilfskompensation erhielt Kullberg immer wieder Bewertungen in Chronometertests weltweit und wurde mit zahlreichen Gold- und Silbermedaillen ausgezeichnet. Aufgrund seines weltweiten Handels und seines international guten Rufes wurde er 1874 als Chronometer-Hersteller der schwedischen und der norwegischen Marine ausgewählt und der Leiter der königlichen Sternwarte Greenwich sagte über eine von Kullbergs Uhren, die an den Tests in Greenwich 1882 teilnahm, dies sei “der beste Chronometer der dort je getestet wurde”. Kullberg blieb unverheiratet, hatte jedoch zwei Söhne. Nach seinem Tod am 7. Juli 1890 erbten diese gemeinsam mit Kullbergs Neffen Peter John Wennerstrom den Betrieb. Nach dem Tod von Kullbergs Söhnen wiederum kauften Wennerstrom und sein Sohn die verbleibenden Anteile der Firma, die später von Sanfrid Lindquist bis zur Zerstörung der Räumlichkeiten im Zweiten Weltkrieg weitergeführt wurde.


Seltener Schiffschronometer Parkinson & Frodsham, London.

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Verglastes Mahagonigehäuse mit Nummernkartusche und seitlichen Messingtragbügeln. Abmessungen ca. 16 x 16 x 18 cm. Kardanisch montiertes, Chronometerwerk mit Antrieb über Federhaus, Kette und Schnecke, polierte Stahlschrauben,

Chronometerhemmung. Chronometerunruh mit 2 Gewichten, 6 Schrauben sowie freischwingender zylindrischer Spirale. Schlüsselaufzug. Staubcontainer, Kloben mit Diamant-Deckstein.

Originales versilbertes Zifferblatt mit Gangreserveanzeige für 56 Stunden bei “XII“ und kleine Sekunde bei “VI“, römischen Ziffern und gebläuten Stahlzeigern.

Sammlerstück im Originalzustand. London / England um 1845.